Montag, 11. Januar 2010

ähm...

Asche auf mein Haupt. Kein Satz, kein Wort, nicht mal ein Punkt seit mehr als 6 Monaten. Sicherlich habe mittlerweile nicht eineN LeserIn mehr...

Aber es ist soviel geschehen, dass ich im Taumel der Ereignisse weder Zeit noch Muse hatte. Und weil sich die Welt im Moment immer noch viel zu schnell dreht, heute nur ein kurzer Abriss der vergangenen Monate.
  • Ich habe meine Abschlussarbeit mit dem Thema "Kompetenzförderung durch Kulturelle Bildung am Beispiel von Theaterpädagogik in der Kinder- und Jugendarbeit" erfolgreich fertiggestellt und verteidigt. Damit habe ich nun endlich einen "berufsqualifizierenden" Abschluss und darf mich Sozialpädagogin nennen. Hurra!
  • Ich war mit meinen Mädels in London und konnte so meine Leidenschaft für diese Stadt, GB an sich und crisps with salt and vinegar deutlich vertiefen. Es war traumhaft! (auch wenn ich damit vorherrschende Klischees zerstöre: ja, 4 Frauen können auf 16 Quadratmetern leben, kochen und duschen ohne Zickerei - nahezu unglaublich, aber wahr.
  • Ich habe den Bewerbungsmarathon nebst Eignungstest überstanden und wurde doch tatsächlich mehrfach angenommen. Die Entscheidung fiel auf die Freie Uni Berlin, wo ich jetzt im Master "Erziehungswissenschaft: Bildung, Kultur und Wissensformen" studiere.
  • Folglich bin ich schwerenherzens nach Berlin gezogen. Damit verbunden: eine grausame Hetzjagd durch nahezu alle Bezirke der Stadt. Ich habe Löcher gesehen, in denen ich nur wohnen würde, wenn man mich dafür bezahlt. Letztendlich hat es doch geklappt und ich bin mit Hilfe vieler lieber Hände in der Hauptstadt gelandet.
  • Seit einigen Wochen schmerzt die Trennung von Magdeburg nicht mehr so arg und ich beginne mit Berlin zu flirten.
  • Ich habe grandiose, famose, liebe Menschen kennengelernt. Zu nennen wären da z.B. die großschnäuzige Berlinerin mit den roten Haaren, die meine Schwester sein könnte, oder das Mädchen von der Küste, deren kühle Art immer wieder überrascht. Oder der Columbianer, der kocht wie ein Held und mein wöchentliches Schwimm-Date ist. (Außerdem steht er genauso auf Fleisch wie ich, in Kürze gibt's ein "Steak-Date")
  • Ich habe F-Hain und Kreuzberg zu Tode gefeiert, getrunken wie fünf Männer auf einmal, getanzt und gelacht.
  • Ich habe ein unvergleichliches Wochenende mit einem großartigen Mann verbracht, von dessen "I miss you so much, can't hardly breath"-Nachwehen ich mich immernoch erhole. Fernbeziehungen mit einer Distanz von mehr als 5000 km sind unmöglich...
  • ...to be continued...

Donnerstag, 18. Juni 2009

Rache...

An manchen Tagen bin ich (gegen meinen Willen) diabolisch drauf. Heute auch. Ich sehne mich nach Rache.
Das allerdings auf eine fies kitschige Art und Weise. Ich sehe mich tanzend mit dem schönsten Mann der Welt, der nur Augen für mich hat. Niedergeschlagen "wie ein Toastbrot im Regen" steht S. am Rande der Tanzfläche. Seine Mimik spricht Bände; er leidet Qualen, denn just in diesem Moment wird ihm klar, dass er soeben unwiderbringlich die Chance verpasst hat, mich, die Frau seines Lebens, an seiner Seite zu wissen. Er kann sich fortan nur noch die Nase am Schaufenster meines rosarot-wundervollen Lebens plattdrücken.Er verflucht den Prinzen, der mich tanzend im Arm hält, meine Stirn küsst.Über ihm schwebt eine finstere Wolke aus der es kontinuierlich dröhnt "Zu spät! Zu spät" Zu spät!"
Vor seinem inneren Auge spielt sich immer die gleiche Szene ab. Wie er mich zur Begrüßung umarmte. "Oh S., toll, dass du auch hier bist!" Plötzlich stand da dieser unverschämt gutaussehende Mann hinter mir (im momentanen Kopfkino ist er Brite mit Drei-Tage-Bart und einem unwiderstehlichen Mund), legte mir die Hand um die Hüfte, lächelte S. an. Ich habe S. als einen guten Bekannten vorgestellt. Bekannter - nicht mehr. Der Todesstoß. Die Küsse auf der Tanzfläche zu "Im Glad There Is You" interpretiert von Jamie Cullum, die du, unfähig dich zu bewegen oder wegzusehen, beobachtest sind nur die letzten Zuckungen.

Was für eine herrlich grausame Vorstellung. Fies, gemein und niederträchtig. Aber im Moment hilft es und zwar herrlich. Zumindest partiell.
In Zeiten emotionaler Tiefpunkte öffnen sich ganz neue Abgründe. Ich bin boshaft. Ganz deutlich. Ich ergötze mich am Leiden anderer. Jedenfalls im Geiste. Dumm nur, dass ich das so kurz vor Beendigung meines Studiums bemerke. Ich hätte BWL, Management oder vergleichbares studieren sollen. Aber es ist noch nicht zu spät, Gleich morgen früh gründe ich eine Firma, werde Global-Player und fördere Kinderarbeit. Ich unterstütze die Waffenindustrie und lache über Weihnachtsgeld, Bildungsurlaub und ArbeitnehmerInnenrechte. Harhar das wird ein Spaß!

Ich bin boshaft.
Lieber S., hier meine Rache! Ich werde dich gleich (im Reich der Träume) zu meiner Hochzeit mit dem Briten einladen. Wir heiraten am Meer (du liebst das Meer, ich weiß).

Harharhar


Bernd Begemann sagt: "Liebe tat mir nie weh. Liebe war neimals grausam. Aber keine Liebe schmerz und keine Liebe tötet. Keine Liebe lässt uns nachts flehen für den Tag."

Stimmt...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Halb 10 in einer deutschen Hochschule, Personalmanagement mit N., M. und T.

Referate sind in der Regel ein absoluter Groll. Wirklich. Trantütige Schnarchnasen schleudern mit monotoner Gleichgültigkeit ihre vorformulierten Sätze in den Raum. Heute nicht. Abgesehen davon, dass ich (ja ok, wir...) es fertigbrachte mein Äpfelchen in's Hochschulnetz einzuschleusen, gibt es auch Menschen mit Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit und Sexappeal.

Hier also ein kleiner Live-Bericht direkt aus dem Seminarraum. T. erläutert enthusiastisch den strukturellen Aufbau des Personalmanagements. Unfassbar, wie sehr man da drinstecken kann. Ich würde mich ja dagegen wehren.

Neeeeeeiiiiiiiiin! Diese Sozis immer... Kleingruppenaufgabe... Ich muss folglich meine Mitschrift unterbrechen. Angst...

Lady M. macht sich im Moment an der Personalbeschaffung zu schaffen. Meine Kleingruppe durfte soeben 2 ErlebnispädagogInnen auswählen und einstellen. Das nenn ich Macht.
Im Übrigen sieht M. heut (wie so oft) wirklich toll aus. Es gibt leider nur wenige Sozis mit Stil...
Im Moment geht's um das Assesment-Center, schonmal davon gehört?!?

Vorerst eine weitere Unterbrechung. Ehrlicherweise muss ich zugeben es wird interessant. Tariftabellen... Harhar

Montag, 27. April 2009

devil may care...

Vielleicht liegt es an Hirnüberbeanspruchung mit einhergehender Überhitzung desselben; ich bin denkunfähig...
Teufel und Engel sitzen mir auf der Schulter, ziehen mir an den Haaren, brüllen mir in's Ohr. Und ich hör nicht hin.

Ich mach Quatsch mit Sauce grad, ehrlich.
Aber es fühlt sich gut an...

Ist das gut oder schlecht jetzt?

jain

Aber ja, aber nein, aber ja, aber nein...




ach ja... und so... neue Friseur... in kurz... gewöhnungsbedürftig, aber nett. Oder? Aber ja, aber nein, aber ja, aber nein....


Passendes Lied zur Situation? Hier: "Kommst du mit in den Alltag" von Blumfeld

Montag, 23. März 2009

Augen auf beim Brotkauf...

Eine Situation wie aus einem Film; sie steht an der Bäckertheke, das Haar von Sturm außerhalb der warmen Eiskaufsmöglichkeit verwuschelt. Sie kauft ein Brot, das letzte dieser Art. (Vielleicht ein Dinkel-Vollkorn, oder würde das unserer Geschichte die Romantik nehmen?) Hinter ihr ein verärgertes Murren. Da steht er, der smarte Typ mit einem Sixpack in der Hand.
Auch den Rest kennen wir schon. Sie gibt ihm ein halbes Brot ab, wegen seines süßen Lächelns und dem Drei-Tage-Bart. Er läd sie zum Kaffee trinken ein, für das halbe Brot. Weitere Entwicklungen können pornographisch oder romantisch sein, ein Fakt bleibt:

Mir passiert sowas nie. Dabei habe ich heute das letzte Kartoffelkrustenbrot gekauft. Die Einkäufer hinter mir schien das nicht die Spur zu stören. Aber vielleicht mögen Männer kein Kartoffelkrustenbrot. Das sollte mal empirisch untersucht werden...

Sonntag, 15. März 2009

neue Zeit, neuer Kopf, neues Haar

Frauen sind ja berüchtigt dafür; neigt sich ein Lebensabschnitt dem Ende, muss Veränderung her. Die eine kauft einen unüberschaubaren Haufen Klamotten, andere dekorieren die Wohnung um und wieder andere rennen zum Friseur.

Aber warum? Soll mit der Veränderung auch die vergangene Phase abgeschüttelt werden? Ich würde, ohne Frage, dieser Thematik sofort wissenschaftlich nachgehen, aber der Stapel meiner Psychologiebücher lockt mich heute so gar nicht, bleiben mir doch lediglich zwei Wochen bis Wissenschaftlichkeit wieder täglich von mir gefordert wird. Heute bleiben wir also banal und in Jogginghose. Habe am Freitag meine Zeit im Theater beendet, nach einem halben Jahr täglichen Kulturwahnsinns fällt es schwer den lieben Menschen den den Rücken kehren zu müssen.

Und diese zwei Wochen der partiellen Freiheit stehen ganz im Zeichen weiblicher Veränderung...
dreads1
dreads2
Bye, bye Dreads...

In wenigen Minuten geht es den Filzies an den Kragen. Im Moment drück ich mich noch davor, aber die Entscheidung ist gefallen. Am Donnerstag geht's dann zum Friseur in der Hoffnung, dass mehr bleibt, als ein Raspelschnitt. Ich werd die guten Filzies vermissen, aber ich freu mich auch schon darauf mir die Kopfhaut kraulen zu lassen und mich wie ein echtes Mädchen zu kämmen...

Ich fang jetzt an.
Hallo neuer Lebensabschnitt!

Montag, 2. März 2009

Lebenszeichen...

Der ganze Stress der letzten Wochen scheint sich mit der angestauchten Wut gepaart zu haben und sich jetzt in meinen Mandeln zu sammeln. So sehen sie jedenfalls aus. Nach dem prüfendem Blick Richtung Rachenraum am heutigen Morgen, beschloss ich, den Mund lieber geschlossen zu halten. Is' ja widerlich...
Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen hielten mich in den letzten Tagen im Bett und irgendwann wird selbst das langweilig. So hab ich Zeit ein virtuelles Lebenszeichen in's www zu schleudern.

Die letzten Wochen meines Praktikums werden von Krankheit begleitet (psychosomatisch... wa?!) und wenn man im Bett liegt, kann man lediglich lethargisch auf den Fernseher starren, Bücher lesen, Musik hören, mit dem Apfel das Internet nach Neuigkeiten untersuchen, träumen oder ausgiebig schlafen. Da die ersten vier Fälle nach maximal 45 Minuten zu pochendem Kopfschmerz führten, wird schnell klar, wie diese Tage so verliefen.

Während meines letzten Krankenaufenthalts im heimischen Bett hab ich mich an "twilight" von Stephenie Meyer gemacht. Dieser Hype ist im Vorfeld ja völlig an mir vorbeigegangen. Aufmerksam geworden durch den Trailer zum gleichnamigen Film, musste ich als bekennender Rüdiger-der-kleine-Vampir-Fan und Liebhaberin aller sexy Vampire und Halbvampire (ja, ich steh' auf Blade, geile S**), einfach reinschnuppern. Natürlich in der Originalsprache, schon aus Prinzip, "Bis(s) zum Morgengrauen" klingt nach Groschenroman und so gar nicht anziehend. Das englische Buch hingegen sieht schon um ein vielfaches schöner aus.
Und was soll ich sagen... angefixt... ganz klar. Äußerst nachvollziehbar, dass genau diese Geschichte bei sovielen Teenies ankommt; eine bittersüße Romance auf Messers Schneide zwischen tödlicher Gefahr und hingebungsvoller, junger Liebe... *schmacht*
Auch für einen Twentysomething wie mich noch fesselnder Lesestoff, Umgebung und Sorgen auf "Off" - Herzschmerz, Schmetterlinge im Bauch und Romantik "On".

Habe in kurzer Zeit noch "new moon", "eclipse" und "breaking dawn" hinterhergeschoben. Gut gemacht Mrs. Meyer, in "breaking dawn" hätte ich Ihnen fast Inkonsequenz vorgeworfen, aber Sie haben die Kurve gekriegt. So spannend verpackt und liebevoll beschrieben, kann ich Liebesschnulzen gut leiden...

Auch der zugehörige Film ist gut gelungen und besticht vor allem durch tolle Lichtstimmungen, Fotografie und einen bezaubernden Soundtrack von Carter Burwell und natürlich durch die beiden Jungstars Pattinson und Stewart. Beide sind im Moment nicht zu beneiden, werden sie doch von Interview zu Fotoshoot gereicht und in ihrer Freizeit verfolgt und bekreischt.
kristen-and-robert
Und der Robert Pattinson gefällt mir mit 3-Tage-Bart und ohne gefärbte Kontaktlinsen deutlich besser. Aber hinter dem ist ja laut yellowpress halb Hollywood inklusive Hilton und Portman her. Viel Spaß damit Herr Pattinson. Wir sind gespannt und verfolgen, wessen Gunst er erliegt und ob es noch zu einem tüchtigen Kampf um den kühlen Vampir kommt (dem der junge Brite in Interviews übrigens gar nicht so ähnlich sieht).


Im TV nehmen grad alle ab. Nachdem die größten Looser vor sich hin hungerten und unter der Anleitung der alt(!)bekannten Eisprinzessin schwitzten, dürfen nun moppelige Teenies bei "U20" zwei Wochen lang lernen zu Essen und sich zu bewegen. Heute sollte man sich gegenseitig zuerst mit Vaseline einschmieren um Gipsabdrücke der Ü30-BMI-Bäuche zu basteln und das alles vor laufender Kamera. Ich hoffe die Jugendlichen kriegen dafür wenigstens Geld. Das ist ja peinlich.
Big Brother läuft auch wieder und hat in dieser Staffel sogar mächtig viel Sexuelles zu bieten, Dank großbusigem Pornostar und einem unattraktiven Machozwerg. Prima.

Laaaaaaangweilig! Und selbst die schönen Sitcoms werden ständig wiederholt. Und wo ist eigentlich Roseanne hin?

In jedem Fall nervt mich mein sich fortwährend verengender Hals maßlos. Ich mach mir Kamillentee-Eiswürfel.




Ich weiß, man könnte Vanille-Jogurt einfrieren. Aber schmeckt das?

Mittwoch, 28. Januar 2009

... time flies like an arrow...

Keine Zeit... *hetz*

Aber ich lebe noch.

Noch...

Song der letzten 3 Minuten

"Kümmern wir uns durch die Jahre" von Click Click Decker auf "Den Umständen entsprechend" (21:40 Uhr, 23.03.2009)

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soviele waren seit dem 2.4.2007 hier, na sowas...

kopfüber neu...

Seit Jahren sitzt du und feilst an deinem Geschenk für die Welt. Es kommt nur noch auf Details an und muss, damit es ihr gefällt noch großartiger werden - Du hast noch nicht alles versucht, bist längst besser als die anderen. Doch noch lang nicht gut genug. Für die linke Spur zu langsam. Für die rechte Spur zu schnell. Entlang der immergleichen Leitplanken, Schildern und Zeichen. [...] "Für die linke Spur zu langsam" - Tom Liwa

nächtliche Zitate

"So viele Wörter sterben aus, wenn man ganz alleine ist... " (Christian, Urbar 27.12. '06 irgendwann gegen 4 Uhr morgens) "Das wichtigste am Bier ist, dass es getrunken wird, der Geschmack ist nach dem dritten eh egal!" (Lars, 27.01.'07) *lach*

Aktuelle Beiträge

Punkt Punkt Komma Strich
...und nochmal ungefähr 6 Monate später liest...
Frau Fridur - 18. Aug, 18:05
hej :)
wie ist denn der master an der fu? ich überlege...
Tafelreiniger - 29. Mrz, 12:50
Immerhin, ein Leser ist...
Immerhin, ein Leser ist noch da :)
truetigger - 11. Jan, 20:37
ähm...
Asche auf mein Haupt. Kein Satz, kein Wort, nicht mal...
tocotronixe - 11. Jan, 18:30
Rache...
An manchen Tagen bin ich (gegen meinen Willen) diabolisch...
tocotronixe - 18. Jun, 00:25

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Zuletzt aktualisiert: 18. Aug, 18:05

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